Es war einmal...

Alles begann am 1.September 1908, als der Birkenwerder Ballspiel-Club 1908 gegründet wurde. Als Vorsitzender wurde Wilhelm Remsow gewählt. Bis zum 1.Weltkrieg entwickelte sich der BBC08 zu einem der stärksten Vereine im Berliner Norden. In der Zeit des 1.Weltkrieges kam der Fußball in Birkenwerder zum vollständigen Erliegen, da die meisten jungen Männer in den Krieg geschickt wurden. Im Dezember 1918 gab es unter dem neuen Vorsitzenden Fritz Koch neue Impulse und schon in der Saison 1921/22 stieg der BBC in die 1. Kreisklasse auf.

1960/61 stieg die SG Birkenwerder in die Bezirksklasse auf. In der Spielserie 1962/63 gelang der Sprung in die dritthöchste Spielklasse der damaligen DDR. Einen großen Anteil an diesem Erfolg hatte der Übungsleiter Erwin Grande erbracht. Der Aufsteiger Birkenwerder, der nun mittlerweile eine Betriebs-Sportgemeinschaft (BSG) war, hielt sich drei Serien in der Bezirksliga. 

In der Saison 1966/67 kam das Ende einer großen Ära. Am 7. Mai 1967 fand in Birkenwerder das letzte Spiel in der Bezirksliga Potsdam statt. Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga entschloss sich der Vorstand des Vereins, vom Potsdamer in den Berliner Spielbetrieb zu wechseln. Da der Verein nun nicht mehr als BSG starten konnte, kam es zur Umbenennung in Volkssportgemeinschaft Nord Birkenwerder (VSG Nord). Die VSG musste nun wieder in der 2. Kreisklasse anfangen, stieg aber als Staffelsieger im ersten Jahr sofort in die 1. Kreisklasse auf. Nach der Saison 1972/73 stieg Birkenwerder in die Bezirksklasse auf. In den folgenden Jahren wurde es zunehmend schwieriger und die Mannschaft wurde bis in die 2. Kreisklasse durchgereicht. 

1988 entschloss sich der Vorstand der VSG Nord Birkenwerder, Berlin wieder zu verlassen und in den Spielbetrieb des Bezirkes Potsdam zu wechseln. In der Wendezeit 1989/90 lief es nicht ganz so rund. Erst in der Saison 1992/93 gab es sportliche Umstrukturierungen. Die 1. Mannschaft rutschte in die 1. Kreisklasse nach, die 2. Mannschaft spielte in der 2. Kreisklasse und die Alten Herren, die erstmals an den Start gingen, wurden in die Senioren-Staffel Süd eingegliedert. In dieser Zeit kam es zur Stagnation im Männerbereich, dafür entwickelte sich der Nachwuchsbereich kontinuierlich. Die Saison 1997/98 wurde zu einer Jubel-Saison. Nach dem 2:1- Erfolg gegen Stahl Hennigsdorf III feierten die Spieler den Aufstieg. Zum 90. Jubiläum des Fussballsports in Birkenwerder wollte man zurück zu den Wurzeln. Man nahm wieder den traditionellen Namen Birkenwerder Ballspiel-Club 1908 an. In den nächsten Jahren ging es rauf und runter.

Im Juni 1997 kam es im Bootshafen zu einer Kneipenwette. Warum spielen eigentlich nur Jungs Fussball, war hier die Frage und Dirk Dassow antwortete: „Bring mir elf Spielerinnen und ich trainiere sie“. Und so kam es dazu, dass im Jahr 1999 unsere Frauen in den Punktspielbetrieb einstiegen.

In die Saison 1998/99 ging die erste Männermannschaft als Aufsteiger zur Kreisliga mit hochkarätigen Neuzugängen. Jörg Auris kam als Spielertrainer von Motor Hennigsdorf und löste das Duo Wilfried Oberschmidt/Jürgen Zinke ab. Hochkarätig waren die Neuzugänge mit Rene Hein, Ingolf Held, Karsten Mimietz und Danilo Lange. Der Klassenerhalt war das Ziel und wurde mit einem neunten Rang auch erreicht. Darüber hinaus erreichte das Team das Kreispokalfinale, unterlag aber dem übermächtigen Team aus Velten glatt mit 0.6.

Die Saison 1999/2000 beendete der BBC nach starken Auftritten als Tabellen-Zweiter hinter dem FC Kremmen, der allerdings am Ende 14 Punkte Vorsprung hatte. Die Reserve hatte in der 2. Kreisklasse Süd einen akzeptablen fünften Rang belegt. Bei den Frauen kam unser Team in der ersten Saison der neu gegründeten Kreisklasse unter vier den Gründungs-Mitgliedern lediglich auf Rang vier.

Die Saison 2000/2001 begann nach dem Abgang von Leistungsträgern wie Michael Tomaske und Rene Boltze wieder mit einem neuen Trainer. Mit dem 45-jährigen Dietmar Müller kam eine Ikone aus  Oranienburg. Platz eins bis drei wurde offiziell angestrebt.  Wieder wurde es aber nur Platz zwei, mit einem winzigen Zähler Rückstand auf Meister Blau-Weiß Leegebruch, aber dem sensationellen Torverhältnis von 106:35. Der 2:1-Sieg gegen Eintracht Gransee im Finale des Kreispokals krönte die Saison. Die Reserve erreichte Rang vier. Den Frauen blieb unter nun schon acht Mannschaften der siebte Rang.

Die Saison 2001/2002 brachte den dritten Platz, punktgleich mit dem Tabellen-Zweiten Rot-Weiß Flatow und drei Zähler Rückstand auf Meister Oranienburg II. Zum zweiten Mal in Folge wurde das Pokalfinale erreicht, diesmal jedoch gegen den Löwenberger SV nach Verlängerung mit 1:3 verloren. Für die Reserve war es eine grandiose Spielserie. Mit dem Spielertrainer Ingolf Held blieb das Team in der 2. Kreisklasse Süd als einzige Mannschaft des Kreises Oberhavel ohne Niederlage (14 Siege, sechs Unentschieden) und stieg in die 1. Kreisklasse auf.

Vor der Saison 2002/2003 verließ Trainer Dietmar Müller den Verein in Richtung Falkenthal. Neuer Coach wurde Kay Gordjy. Die Mannschaft unterstrich dann ihren Ruf als „ewiger Zweiter“, hatte am Ende wieder einen Zähler Rückstand auf Rot-Weiß Flatow. Das Torverhältnis von 116:32 hatte lediglich statistischen Wert. Allerdings war das Kunststück gelungen, zum dritten Mal das Pokalfinale zu erreichen. Meister Flatow wurde mit 3:1 bezwungen. Die Reserve musste als Schlusslicht wieder in  die 2. Kreisklasse absteigen. Letzter wurden auch die Senioren in der Kreisklasse Süd. Die Frauen belegten einen ganz starken dritten Platz.

Die Saison 2003/2004 begann wieder mit einem Trainerwechsel. Roland „Mäcky“ Reinhardt hatte Kay Gordjy abgelöst. Nach sieben Abgängen und der gleichen Anzahl neuer Spieler hatte die Kreisliga-Mannschaft ein völlig neues Gesicht bekommen. Besonders schwer wog der Wechsel von Torjäger Rene Hein zum Ortsnachbarn Grün-Weiß Bergfelde. Er war zuvor dreimal Torschützenkönig der Kreisliga gewesen (1999/2000: 34 Tore – 2000/2001: 37 – 2002/2003: 50). Platz drei belegte der BBC zum Saisonschluss. Die Reserve landete auf Rang fünf, die Frauen auf der vierten Position. Einen großen Erfolg feierten die D-Junioren als Staffelsieger der Kreisklasse.

Zur Saison 2004/2005 wurde kräftig aufgerüstet. Mit Thomas Tettenborn war wieder ein Hochkaräter aus Oranienburg als Trainer verpflichtet worden. Fünf seiner ehemaligen Spieler folgten ihm. Der Aufstieg war als Ziel ausgegeben worden. Doch es wurde ein Desaster. Der BBC belegte Platz 12, musste sogar um den Klassenerhalt zittern. Ebenfalls weit unten landete die Reserve als Vorletzter ihrer Staffel, die Senioren waren Schlusslicht, die Frauen Siebter.

In der Saison 2005/2006 gab es mit Thomas „Locke“ Wjasmin wieder einen neuen Coach, der bereits in der Winterpause übernommen hatte. Er wollte nun höher hinaus und konnte dabei auf einige Neuzugänge, unter anderem Rückkehrer Rene Hein, setzten. Platz drei wurde es am Ende. Wieder mit einem imposanten Torverhältnis von 104:44. 45 Treffer gingen dabei wieder auf das Konto von Rene Hein, der wieder Torschüzenkönig der Kreisliga wurde. Bis zum letzten Spieltag war unser Team noch im Rennen um den Aufstieg in die Landesklasse. Doch beim mit Spielern aus der ersten Mannschaft verstärkten SV Altlüdersdorf II, der gegen den Abstieg kämpfte, war man am Ende chancenlos. Platz vier belegte die Reserve, die Frauen wurden Sechste. Die D-Junioren sorgten im Nachwuchs weiter für Furore und  holten sich den Meistertitel.

Zur Saison 2006/2007 gab es wieder den fast schon obligatorischen Trainerwechsel. Ingolf Held übernahm erneut. Wieder wurde es Platz drei, diesmal jedoch mit beträchtlichem Rückstand auf Staffelsieger Eintracht Gransee. Seinen fünften Coup landete Rene Hein, er wurde mit 51 Treffern erneut bester Schütze der Kreisliga. Hinzu kam noch der Gewinn der Hallen-Kreismeisterschaft. Der BBC II kam in der 2. Kreisklasse auf Rang acht ein, die Frauen auf Platz fünf.

In der Saison 2007/2008 sollte eigentlich der große Wurf anlässlich der 100. Vereinsjubiläums gelingen.  Acht Neuzugänge kamen, Abgänge gab es nicht. Doch am Ende reichte es nur zu Platz vier, bereits zur Winterpause war die Tabellenspitze mit acht Punkten Rückstand weit entfernt. Für die neue Saison wurde mit Wolfgang Wilke, der sich in Berlin einen Namen gemacht hatte, ein neuer Trainer gefunden, der wieder in Birkenwerder wohnte. Erneut Achter wurde die Reserve, Sechster die Frauen. Birkenwerder E-Junioren holten sich Platz eins in der Kreisklasse.

Vor der Saison 2008/2009 wurde in der Fußball-Sonderausgabe des „Oranienburger Generalanzeigers“ über dem Beitrag zum BBC „Geplatzte Träume, gedämpfte Erwartungen“ getitelt. Mit dem Abgang von Rene Hein und auch Stürmer Tim Schilling fehlte erhebliche Qualität in der Offensive. Mir Rang neun blieb das Team dann noch hinter den Erwartungen. Vorletzter wurde die zweite Mannschaft, die Frauen landeten auf Platz zehn. In den Kreisligen der A- und B-Junioren holte sich jeweils die Spielgemeinschaft Bergfelde/Birkenwerder den Titel.

Für die Saison 2009/2010 wurde beim BBC kräftig aufgerüstet, zwölf Neuzugange stießen zum Kader. Doch es wurde am Ende nur Platz fünf. Birkenwerder II wurde Achter, die Frauen landeten in der Kreisliga mit nur neun Punkten als Schlusslicht. Die jüngsten BBC-Kicker wurden in der Miniliga Meister.

Vor der Saison 2010/2011 belasteten elf Angänge die erste Mannschaft. So kam der zehnte Tabellenplatz am Ende nicht von ungefähr, bis zum Schluss musste sogar gegen den Abstieg gekämpft werden. Die Reserve landete auf Rang sieben, die Frauen wurden Vorletzter. Die F-Junioren triumphierten in der Kreisliga.